Wir haben nun gesehen, wie wichtig die Balance zwischen Wahrheit & Gnade ist.
Gnade und Wahrheit müssen in unserem Leben zusammenwirken, damit wir im Laufe der Zeit zu wahrer geistlicher Reife gelangen!
Und dies hat weniger mit Wissen als viel mehr mit Erfahrung zu tun.
Unser Denken wurde leider sehr stark von der griechischen Kultur geprägt, in der man sich Wissen aneignet, indem man Dinge ausschließlich mit dem Verstand aufnimmt.
Nach hebräischem Denken erlangt man keine Veränderung, indem man lediglich zuhört und sich Kopfwissen aneignet.
Lass uns dies genauer betrachten:
Wenn die Bibel sagt “Höre, mein Volk, …” (z.B. Psalm 81/9), dann verstehen WIR darunter, wir sollen jetzt zuhören, um die Worte, die nun gesagt werden, zu hören.
Das ist nicht damit gemeint.
Im Hebräischen ist das Wort “hören” wie folgt beschrieben:
`Man passt genau auf, was die andere Person sagt, und wenn man es korrekt aufgenommen hat (im Herzen!), wendet man es im eigenen Leben an und erlebt so die Wahrheit dieser Aussage`.
Wenn das geschieht, dann hat man tatsächlich zugehört.
Was heißt das nun für uns?
Die reine Information der vergangenen Tage über Gnade und Wahrheit bewirkt noch keine Reife.
Sie muss mit Erfahrung kombiniert werden.
Es sind nicht immer die großen Momente, sondern viel mehr die kleine Situationen in deinem Alltag, wo du dies üben kannst.
Schauen wir uns ein paar Beispiele an:
Eine Person sagt etwas zu dir und du fährst ihr unfreundlich und patzig über den Mund.
Oder, dir fällt etwas auf den Boden, … es geht dabei kaputt oder richtet Unordnung an und nun schimpfst du in den höchsten Tönen.
Oder, du wirst gebeten etwas zu tun, worauf du gerade gar keine Lust hast und beginnst innerlich oder lautstark zu murren und dich zu beklagen.
Oder, du hörst etwas “Negatives” und machst dir in der Folge nun Sorgen.
Jede dieser Situationen kann verschwendet oder aber verwendet werden!
Wie können wir sie verwenden?!?
Als Erstes erkennst du im Heiligen Geist die Wahrheit, dass dein Verhalten auf diese Situation nicht “christlich” war.
In dem “kurzen” Moment der Erkenntnis sowie des Schams und der Reue, … bleibst du jedoch nicht stecken, sondern gehst dann weiter und sagst im Herzen:
“Herr, ich habe die Wahrheit erkannt … das war jetzt nicht richtig von mir. Ich danke Dir so sehr, dass ich nun Deine Gnade annehmen darf und nicht mit Schuld und Scham leben muss. Hilf mir, Heiliger Geist, es beim nächsten Mal besser zu machen. Danke.”
Du wendest dich an IHN & Seine Gnade und empfängst sie in deinem Herzen!
Falls es einen anderen Menschen betroffen hat, gehe hin und sage: “Bitte verzeih mir, … das eben war nicht richtig, wie ich reagiert/ gehandelt habe“.
Das wird dir dabei helfen, geistlich reifer zu werden.
Du wirst merken, dass Fehler machen, immer weniger frustrierend und zermürbend ist oder verdrängt, beschönigt oder vertuscht werden muss, sondern der Übung dient, die zu Wachstum führt und du sie deshalb freudig annehmen kannst.
Viel Freude beim Üben. 😍🙏🏼
Bis morgen
Du bist gesegnet 🙌🏼 und geliebt ❤️ IN Jesus Christus.
